Geschichte des Camí de Cavalls

Seine Ursprünge verlieren sich im Nebel der Geschichte, aber schon im 14. Jahrhundert gibt es Hinweise auf einen Pfad, der zur Sicherung einiger Küstengebiete angelegt worden war unter dem Namen “Camí dels Cavallers” (= Weg der Reiter/Ritter). Verlässliche Dokumente finden sich im 17. Jahrhundert und dann vor allem im 18., dem “Jahrhundert der Eroberungen”, als Engländer, Franzosen und Spanier in ständigem Wechsel um die Herrschaft über Menorca kämpften. Angesichts der weitestgehend unbewohnten, aber buchtenreichen Küstenlinie wurde ein Patrouillenreiterweg von wachsender Bedeutung.
Im Laufe der Zeit allerdings geriet der Weg dann zunehmend in Vergessenheit, und erst seit 1961 rückte er wieder in die Aufmerksamkeit, wenn auch unter neuen Vorzeichen: als öffentlicher und auch touristisch nutzbarer Pfad.

Einige Grundbesitzer weigerten sich aber, aus der militärischen Geschichte heraus ein allgemeines Wegerecht abzuleiten und hielten einige PAssagen verschlossen. Verschiedenste Institutionen Menorcas widmeten sich der Wiederherstellung und Öffnung des Weges. Bürgerinitativen riefen zu Massendemonstrationen auf, so dass schließlich auch die politische Führung im Inselrat Menorcas sich des Camí annahm und seine Entwicklung zu ihrem vorrangigen politischen Ziel machte.

Nach etlichen Jahren schließlich wurden die letzten umstrittenen Wegabschnitte sogar zwangsenteignet, die Pfade freigelegt und markiert: Seit dem Frühjahr 2010 sind nun sämtliche Etappen ausgeschildert und begehbar.

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